EuroMold 2014: Leitmesse der modernen Produktentwicklung präsentierte zukunftsorientierten Werkzeug- und Formenbau  

21. EuroMold - Leitmesse für Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung - Messegelände Frankfurt/Main - 25. – 28. November 2014

Messebericht von Eberhard Kübel

Über 1.000 Aussteller präsentierten in den Messehallen Frankfurt die neuesten Trends im Bereich Industrie 4.0. Das Zusammenspiel verschiedener Technologien stand im Fokus. Als internationaler Top-Event bot die EuroMold ihren Besuchern dabei nicht nur zahlreiche Produktneuheiten und Innovationen, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm mit Vorträgen, Foren, B2B-Meetings und vielem mehr.

Messeleiter Dr.-Ing. Eberhard Döring wies im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz darauf hin, welche Potenziale entstehen, wenn neue und etablierte Technologien intelligent in die bestehende Prozesskette integriert werden und welche Synergieeffekte für alle Beteiligten entstehen. Er führt weiter aus: „In Zukunft werden Hersteller auch verstärkt in die Zukunftstechnologie Industrie 4.0 investieren. Die EuroMold 2014 zeigt u. a. diese cyber-physischen Systeme. Kleine Netzwerke mit Sensoren und Aktoren ausgestatteter Computer, die als sogenannte „Eingebettete Systeme“ in Materialien, Geräten und Maschinenteilen eingebaut und über das Internet miteinander verbunden werden“.

Antonius Köster

Inspiration - der Orthopädiegedanke ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Das Korsett wurde als Machbarkeitsstudie für die OT-World in Leipzig gefertigt. Antonius Köster: „Mit 3D-Printing läßt sich nicht nur die „alte“ Form kopieren, sondern auch mehr Intelligenz im Design umsetzen. In Zukunft möchten wir Orthesen, die verstellbar sind oder mitwachsen gestalten.“ Foto: InnoFoek2014

Prof. Dr.-Ing. Dirk Landgrebe, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU), unterstrich die Bedeutung der EuroMold als Innovationstreiber und ihre Relevanz für den Bereich der Forschung & Entwicklung. Die Ausnutzung der konstruktiven Möglichkeiten der Produktionstechnologien der additiven Fertigung verändern die Anforderungen

an die Entwickler und Konstrukteure. Nur wenn sie ihre Systematik der Konstruktion ändern, können die Bauteile optimal dimensioniert werden. Da in den meisten Unternehmen aber solche Konstrukteure fehlen, die diese neue Konstruktionssystematik beherrschen, gehen immer mehr Unternehmen aus dem Bereich der additiven Fertigung dazu über, ihren Kunden nicht nur den Verkauf von Geräten oder die Herstellung der konstruierten Bauteile anzubieten. Vielmehr bieten sie Ihren Kunden auch eine Beratung zur fertigungsgerechten Konstruktion an. Beispiele hierfür sind FIT und Antonius Köster. „Indem wir unseren Kunden unsere jahrelange Erfahrung, unser Know-how und unsere Technologie zugänglich machen, erlauben wir ihnen einen schnellen und risikoarmen Zugang zur additiven Fertigung und sich nicht auf die Herstellsysteme, sondern sich auf die Produktentwicklung zu fokussieren”, so z. B. Carl Fruth, Geschäftsführer der FIT Additiv Manufacturing Group, Parsberg. [...]

Streamliner

Der Streamliner hat eine nurflüglerähnliche Geometrie, jedoch werden durch die spezielle Bauweise wesentliche Nachteile von Nurflüglern für die Passagiere vermieden Quelle: www.johannes-rojahn.com



Doch nicht nur Werkzeugbau und additive Fertigung füllten die Stände auf der EuroMold. Auch Zukunftvisionen wollen Besucher natürlich sehen. Dazu gehören Designstudien, wie sie z. B. von Johannes Rojahn gezeigt wurden (Bild). [...]



Additive Fertigung ist auf dem Weg in den Weltraum

Space Rover

Space Rover mit Rädern aus additiver Fertigung - Foto: ©Innofoek2014

Ein Traum der mit den Systemen der bemannten Raumfahrt befassten Planer ist, dass fehlende Ersatzteile z. B. auf der internationalen Raumstation ISS nicht von der Erde mit dem nächsten Transporter gebracht werden müssen, sondern dass solche Ersatzteile mit Verfahren der additiven Fertigung vor Ort hergestellt werden können. [...]

„Die 3D-Drucktechnologie hat enormes Potenzial für den Bereich der Raumfahrttechnologie,“ so die Einschätzung der entwickelnden Unternehmen in ihrer Pressemitteilung, “ so dass es zukünftig wohl möglich sein wird, ganze Satellitenstrukturen im 3D-Druck zu erstellen. Baugruppen, die heute noch getrennt gefertigt werden, beispielsweise Kabelbäume, Reflektoren oder Heizrohre, können dann direkt in die Strukturelemente integriert werden.“


... weiterlesen: INNOVATIONS-FORUM

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