Ausgabe 1-2015

    Heft 1-2015

    Inhaltsverzeichnis

    Editorial: Was ist Information wert? - E. Kübel

    Grußwort: Notwendigkeit ist die Mutter aller Erfindungen - A. Chapman

    Titelthema: Innovation made by women

    • Zeit für eine Bestandsaufnahme - H. König
    • Frauen im Innovationsprozess - Prof. Dr. S. Ihsen
    • Das Phänomen der ‚LEAKY PIPELINE‘ - H. König
    •  „She – Sie hat’s erfunden!“ - H. König
    •  women&work „Wertschöpfung Mensch“ - H. König
    • Was ist wichtig für den Standort Deutschland? - Dr. E. Walther-Klaus


    Weitere Themen:

     

    • Wie KMUs von Cross-Industry Innovationen profitieren können -
      Prof. Dr. E. Enkel
    • PsP - Die kleine Messe - E. Kübel
    • Gipfeltreffen Internationaler Erfindermessen - H. Könicke
    • Großer Markt für Erfindungen - E. Kübel
    • Patente 2015 - E. Kübel
    • Rohstoffeffizienz-Preis 2014
    • 10. INST Taipeh - Gespräch mit der Präsidentin des Taiwan-Patentamtes Mei-Hua Wang - E. Kübel
    • ENERGIE3 - Dr. L. Schröter
    • Buchbesprechungen
    • Veranstaltungskalender
    • E-Learning - Prof. Dr. K-W. Jäger/I. Martin
    • Aus den Verbänden: DABEI
      In der Hand der Ahnungslosen - Dr. M. Gude / N. Wagner
    • Nachträgliche Geburtstagswünsche - W. Sturm

    E. Kübel

    Eberhard Kübel - Chefredakteur INNOVATIONS-FORUM Foto: ©Steinbeis-Transferzentrum Infothek

    Was ist Information wert?

    Aus dem 20. Jahrhundert sind wir es gewohnt, dass Informationen kostenlos oder zumindest zu minimalen Gebühren bereitgestellt wurden. Die Anschaffung von Büchern und Zeitschriften bezahlten entweder die öffentliche Hand (bei den Stadtbüchereien) oder die entsprechenden Verbände als Service für ihre Mitglieder. Die Nutzung von Bibliotheken selbst war kostenlos oder für eine geringe Jahresgebühr möglich.

    In den 80er Jahren begann die Speicherung von Informationen in Datenbanken, mit denen die Zugangsmöglichkeiten zu Informationen eine neue Dimension gewannen. Jetzt sahen sich öffentliche Hand und Institutionen genötigt, den Aufbau einerseits und die Auswertung dieser Datenbanken andererseits zu subventionieren. Grund: Die teuer aufgebauten Datenbestände mußten genutzt werden, um im internationalen Wettlauf um die besten Ideen für Innovationen nicht ins Hintertreffen zu geraten. Recherchen in diesen Beständen wurden mit diesen Subventionen zu Spottpreisen verkauft, so dass die Nutzer kein Gefühl für den wirklichen Wert von Informationen entwickeln konnten.

    Mit der Ausbreitung der Internetnutzung und der Vielzahl kostenloser Angebote verbreitete sich die Stimmung 'Wieso sollen wir für Informationen bezahlen? Das können wir doch selbst im Internet finden.' Die (betriebswirtschaftlich kalkulierten) Kosten solcher Suchenvorgänge mit den unstrukturierten Ergebnissen der Internetsuchmaschinen spielten in den seltensten Fällen eine Rolle. Und so wurde der Wert von Informationen wieder nicht erkannt.

    Wie wird sich diese Welt in den nächsten Jahren weiter verändern?
    Es soll das Internet der Dinge kommen. Automatisierte Verknüpfungen werden dazu führen, dass die Informationen, die das Bedienpersonal erreichen, weniger werden und der Einsatz des Menschen auf Problemfälle reduziert wird.

    Was ist Information wert?
    Als Schnittstelle zum Internet wird das Smartphone für den Menschen immer wichtiger. Wenn er/sie den Nutzen einer App sieht oder wenn Musik gefragt ist, wenn aktuelle Filme gefragt sind, ist der Nutzer bereit, für die App bzw. die Lieferung der Daten zu bezahlen - oft hat man den Eindruck: je jünger, desto größer ist die Zahlungsbereitschaft. Die Quellen im Internet nennen Abonnentenzahlen für die erfolgreichsten Nachrichtenportale. Aber nur ein kleiner Teil der Nutzer ist bereit, auch für die abrufbaren Informationen zu bezahlen. Langfristig dürfte weder Print noch Online ausreichen, um eine Redaktion finanzieren.

    Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Was soll das HIER alles?
    Es ist im Moment unklar, in welcher Form Sie das INNOVATIONS-FORUM weiter lesen können. Klar ist im Moment: Der gedruckte Inhalt wird kleiner werden. Aber die verschiedentlich genannte Aufgabe - Akteure des Innovationswesens auf einer Plattform zu vereinen - bleibt.
    Wir sind dabei, eine neue Form zu (er)finden!

    Ann Chapman

    Ann Chapman - Co-Founder/Director Minesoft Ltd, London, UK. Foto: ©minesoft

    Notwendigkeit ist die Mutter aller Erfindungen

    von Ann Chapman

    It is no exaggeration to say that patents make the world go round and patents also go around the world. Society is enhanced by the science contained within the pages of a patent document. You could say that society today is represented by the patents published in over 100 nations.  What does that mean for innovation “made by women”?  The developing contribution of women patent holders is linked to Social History throughout the 18th and 19th centuries in the West and the changing “face” of female contribution to political, charitable and educational life. In the early 18th century, women were lucky (which usually meant wealthy) to receive an education and this rarely included science. All women and, indeed, most men have benefitted from the social and political changes that arose from the industrial revolution in the West, winning electoral reform, ensuring the vote and education for all, regardless of class or sex.  In Europe, we women owe so much to those women and men predominantly in the industrialised cities and ports, who set up schools and fought for causes.

    These are the stepping stones that enable women to participate fully in public life and in science & technology. The first female patent holder was Mary Dixon Kies (USA) in 1809 for a weaving innovation. Very few female inventors were named on patents until the 1950’s but we know they were behind inventions filed in the name of male relatives and colleagues in the 19th and early 20th centuries, an indication of the social position of women at that time. ...

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    Übersetzung Grußwort Ann Chapman

    Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Patente eine wichtige Rolle in der technischen Weiterentwicklung weltweit spielen. Gesellschaften entwickeln sich durch das in Patenten dokumentierte Wissen weiter.
    Was bedeutet das für Innovationen von „Frauen gemacht"?
    Der Beitrag von Frauen als Patentinhaberinnen ist eng mit der Sozialgeschichte des 18. und 19. Jahrhundert und dem wechselnden „Gesicht" der Frau im politischen, karitativen und pädagogischen Leben verbunden.
    Im frühen 18. Jahrhundert waren Frauen glücklich überhaupt eine Ausbildung zu erhalten. Frauen, aber auch die meisten Menschen haben durch die sozialen und politischen Veränderungen, die sich aus der industriellen Revolution im Westen ergaben, gewonnen. ...


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    IF 3-2011

    INNOVATIONS-FORUM Ausgabe 3-2011

    Innovation made by women –
    Zeit für eine Bestandsaufnahme

    von Helga König

    Als wir in Ausgabe 3-2011 Frauen im Erfinderwesen thematisierten, ahnte noch keiner von uns, was für ein spannendes und wichtiges Thema wir da angestoßen hatten.
    Wer nach Erfindern fragt, wird schnell fündig. Wer aber nach Erfinderinnen forscht, muss häufig mit der Lupe suchen. Ein prominentes, wenn auch älteres Beispiel dafür ist die deutschstämmige Hollywood Schauspielerin Hedi Lamarr, die bereits in den 1940er Jahren ein Verfahren zum Frequenzsprung entdeckte (aus welchem sich das Bluetooth entwickelte).

    Wer sind nun die Erfinderinnen in der Gegenwart? Die „geistigen Töchter“ von Liese Meitner, Marie Curie oder Melitta Bentz? Wer kennt sie ... und vor allen Dingen, wer spricht über sie?

    Mehr Licht ins Dunkel
    Aus dem Engagement für das Thema Frauen im Erfinderwesen entwickelte sich recht schnell (aus der Kooperation zwischen der women&work und dem INNOVATIONS-FORUM) die Idee zu Innovation made by women, die dann von unserem Magazin als Initiative federführend weiter geführt wurde. Ab 2012 gab es Innovation made by women als Beteiligung in Form von Messestand und Podiumsdiskussion unter anderem auf der women&work (Deutschlands größter MesseKongress für Frauen) und der iENA (Internationale Erfindermesse Nürnberg).

    iENA 2013: v.l. Eberhard Kübel, Melanie Vogel, Dr. Helga Knauer, Linn Bieske, Ulrich Walter (Moderator)

    In Deutschland liegt der Anteil von Frauen an Patent-
    anmeldungen gerade einmal bei ca. 5 Prozent¹. Wie erfolgreich Frauen als Erfinderinnen und Unternehmensgründerinnen sein können, beweisen nicht nur die großen Namen, die hier angeführt wurden. Wer kennt zum Beispiel schon Andrea Urban, auf deren Patente heute weit über 1.000 Jobs bei Bosch gründen, oder Susann Hartung, die vor einigen Jahren zum ersten Mal auf der iENA ihr Patent (Spätzle-Shaker) vorstellte und heute eine erfolgreiche Unternehmerin ist - mit bis heute über einer viertel Million verkaufter Einheiten.

    Potentiale nicht ausgeschöpft & nicht sichtbar
    Es ist ein wenig wie im Niemandsland. Und es gibt kaum Wegweiser hinein oder hinaus. Aus der Vergangenheit bis hin in die Gegenwart finden sich genügend Belege dafür, dass die Innovationskraft von Frauen zwar da ist, aber oft nicht erkannt und/oder zu wenig wertgeschätzt wird. Frauen in diesem Bereich werden wenig öffentlich und wenn, dann als die berühmte Ausnahme genannt: ...

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    Frauen im Innovationsprozess

    von Prof. Dr. Susanne Ihsen

    Dieser Beitrag ist zuerst erschienen im Magazin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen - Die Unternehmerin, Ausgabe 01/14.
    VdU http://www.vdu.de/userfiles/file/pdf/die-unternehmerin-1-2014.pdf

    Für die Expertenkommission für Forschung und Innovation (E-FI) der Deutschen Bundesregierung haben die TUM Gender Studies in Ingenieurwissenschaften und  Joanneum Research Policies, Wien, eine Studie zu Frauen im Innovationsprozess erstellt, die im Februar 2014 veröffentlicht wurde.
    Ausgangspunkt war die  Frage, welche Rolle Frauen im Innovationsprozess in Deutschland derzeit einnehmen, wie sich die Situation im internationalen Vergleich darstellt und welche Empfehlungen die Kommission daraus für die Innovationspolitik der Bundesrepublik ableitet. [...]  

    Zwar weisen aktuelle Statistiken einen Anstieg der Studentinnenzahlen auf, es zeigen sich dabei jedoch zugleich große Unterschiede zwischen den einzelnen Fächern. Dieser geschlechtersegregierte Zugang wird mit den nach wie vor bestehenden gesellschaftlichen Rollenbildern und der sozialen Konstruktion der MINT-Berufe mit ihrem unterschiedlich stark ausgeprägten „männlichen“ Image (in der Biologie gering, in der Elektrotechnik hoch) erklärt.

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    Irgendwo, irgendwie, irgendwann ...

    Das Phänomen der ‚LEAKY PIPELINE‘

    von Helga König

    Irgendwo, zwischen Studium, Diplom, Promotion und Job, „versickern“ Frauen irgendwie und irgendwann auf ihrem Karriereweg. Oder anders gesagt, ungefähr die Hälfte von Etwas macht irgendwann nur noch etwas mehr als 15 Prozent aus, wohingegen die andere Hälfte den Rest von über 80 Prozent stellt. Wohlgemerkt, die Rede ist hier von Frauen und Männern.

    So schreibt Corinna Conradt, Hauptstadt-Repräsentantin der Women Speaker Foundation zum Thema „LEAKY PIPELINE“:

    „Es liegt nicht an der Ausbildung: Über die Hälfte der Absolventen an deutschen Hochschulen sind Frauen, EU-weit sind es 59 Prozent, aber nur ein Drittel aller Führungspositionen sind weiblich besetzt und nur 2,4 Prozent im Topmanagement der 500 größten deutschen Unternehmen. Es liegt auch nicht an der Art der Qualifikation: In Deutschland rekrutiert sich der überwiegende Teil der Vorstandsposten aus BWLern und Juristen – Fächer, in denen die Abschlüsse unter Männern und Frauen gleichmäßig verteilt sind.

    Wir sprechen hier also auch von einer „Leaky Pipeline“: Wo sind all die ambitionierten, intelligenten und talentierten Frauen geblieben? Wo scheren sie aus, wo geben sie auf, wann ziehen sie sich zurück aus ihrer vielversprechenden Karriere und warum?"

    2001 verpflichtete sich die deutsche Wirtschaft, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Eine umfassende Studie zeigt: Es geht nur langsam voran - wie beim „Ritt auf einer Schnecke“ so Spiegel online dazu: „Die Vorstände bleiben männliche Monokulturen", sagt Elke Holst vom DIW - sie hat die Untersuchung zusammen mit Anja Kirsch von der FU Berlin durchgeführt. Die Selbstverpflichtung der Wirtschaft aus dem Jahr 2001, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, habe zu keiner positiven Bilanz geführt, sagt Holst: „Auf niedrigem Niveau gleicht die Dynamik der Entwicklung eher einem Ritt auf der Schnecke." ³

    Und eine wichtige Frage an dieser Stelle wäre: Warum tut niemand etwas dagegen?

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    Weibliche Potentiale im Innovationsbereich stärker nutzen

    „She – Sie hat’s erfunden!“

    von Helga König

    In der Region Westfälisches Ruhrgebiet werden ca. 6 Prozent aller Patente von Frauen angemeldet. Diese Zahl gilt auch für das gesamte Bundesgebiet und zeigt auf, dass im Land der Dichter, Denker und Erfinder noch Potentiale nach oben hin offen sind. Dies machte das Projekt, „She – Sie hat’s erfunden!“, eine Kooperation des Kompetenzzentrums Frau und Beruf, der IHK zu Dortmund sowie des INNOVATIONS-FORUMs deutlich.

    Der ehemalige Umweltminister Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer sprach als Hauptredner von der Bedeutung weiblicher Schaffenskraft und unterstrich, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter auf allen Ebenen sei. 

    Mit der Veranstaltung im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) - auf dem Gelände des Technologieparks - sollte für das Thema weibliche Innovationskraft sensibilisiert werden. Eine Bestandsaufnahme zeigt die vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf der Wirtschaftsförderung Dortmund herausgegebene Broschüre – darin werden acht Frauen mit ihren unterschiedlichen Erfindungen porträtiert. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf der Wirtschaftsförderung Dortmund gibt diese Broschüre heraus, die einen Einblick in das Schaffen der Erfinderinnen und ihren Werdegang gibt. In der Vielfalt ihrer Lebensläufe zeigen alle vorgestellten Erfinderinnen, dass neben guten Ideen weitere Faktoren eine Rolle spielen: Mut und Durchhaltevermögen, aber auch die Unterstützung in den Unternehmen, Vorgesetzte, die das Potenzial der Erfinderinnen erkennen und fördern, Mentoring-Programme sowie Arbeitszeiten, die den Frauen auch ein Leben mit Familie erlauben, sind wichtige Bausteine.


    v.l.n.r.: Karin Dicke (Dicke & Partner), Eberhard Kübel (Magazin INNOVATIONSFORUM), Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer, Helga Kaiser (Director CSR/Corporate Citizenship, WILO SE), Thomas Westphal (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund), Dr. Beate Heisterkamp (WILO SE), Reinhard Schulz (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund), Prof. Dr. Katharina Morik (TU Dortmund Informatik/Bereich Künstliche Intelligenz), Dr. Stefanie Sielemann (G.A.S. Gesellschaft für analytische Sensorsysteme mbH) - Foto: ©innofohk2015

    [...] „Erfinderinnen und Erfinder sind mit ihren Innovationen eine wichtige Triebfeder für diese Entwicklung und für die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelständigen Unternehmen in der Region. Um diese zu erhalten und zu stärken, dürfen wir in Sachen Erfindungen keine Potenziale rechts oder links liegen lassen“, begründet Westphal das Engagement für Erfinderinnen.

    Gerhard Schulz, Geschäftsführer der IHK zu Dortmund, wies darauf hin, dass keine Region in Deutschland eine tiefergreifende Umstrukturierung durchlebt hat, als das westfälische Ruhrgebiet. An die Stelle „alter“ Industrien, die durch die historisch gewachsenen Schwerpunkte wie Kohle, Stahl und Bier geprägt waren, sind in einem erheblichen Umfang neue, zukunftsträchtige Produktions- und Dienstleistungsbranchen getreten. Der Wandel, so betonte er, sei in dieser Region Normalität geworden und schloss seinen Vortrag mit dem Statement: „Wer als Unternehmer den Frauen kein Angebot macht, verzichtet auf die Zukunft!“

    Mit Frau Dr. Beate Heisterkamp, die als Schülerin bei „Jugend forscht“ einen Landespreis gewonnen hat und nun für die WILO Gruppe als Korrosionsspezialistin Patente für Beschichtungen anmeldet, sprach Chefredakteur Eberhard Kübel. Sie wünscht sich mehr Diskussionen über die Inhalte und den Nutzen der Patente. Ganz die Wissenschaftlerin mit Blick auf das Wesentliche.

    So bestand etwa ein gutes Drittel der rund 80 Besucher aus Unternehmern der Region, die sich von dem Potential der Frauen selbst überzeugen konnten.

    Fast alle Besucher waren sich einig, dass der größte Wunsch sei, nicht mehr über die Geschlechterfrage diskutieren zu müssen.

    Die Broschüre „She – Sie hat’s erfunden!

    Die Broschüre „She – Sie hat’s erfunden! Innovationen und Patente von Frauen im Westfälischen Ruhrgebiet“ kann über das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet bezogen werden.


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    Forscherinnen in Dortmund: Lokalzeit aus Dortmund vom 02.02.2015

    do1 TV: Unternehmertage an der tu Dortmund vom 03.02.2015

    „Wertschöpfung Mensch“

    von Helga König

    Bei aller Lust auf Technik – am Anfang und am Ende steht immer ein Mensch. Aufgrund dieser These (Feststellung), die Melanie Vogel und ich im letzten Jahr in einem gemeinsamen Gespräch erörterten, entwickelte sich schließlich das Podiumsthema.

    Im Fokus von Vorträgen und Podiumsdiskussionen stehen die Fragen, was Menschen wirklich erfolgreich macht, wie die Leistungsfähigkeit der Menschen in einer alternden Gesellschaft aufrecht erhalten werden kann und was Individuen und Unternehmen benötigen, um menschliche Schaffenskraft langfristig nicht nur in Produktivität, sondern auch in Motivation und Innovationskraft zu transformieren. Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft versuchen am 25. Mai 2015 in Bonn, Antworten zu finden.  

    Als Keynote-Speakerin zum Thema „Wertschöpfung Mensch" wird die Business-Querdenkerin Anja Förster sprechen, die mit ihrem Buch „Hört auf zu arbeiten" seit Monaten die SPIEGEL-Bestseller-Liste anführt und den Besucherinnen der women&work eine „Massage zur geistigen Beweglichkeit" verabreichen wird.


    Das INNOVATIONS-FORUM
    beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Kongress. Diesmal mit dem Thema:

    Industrie 4.0 – wo bleibt der Mensch?

    Plenum 13.30 bis 14.20 Uhr

    [...]

    Wie wird die Arbeitswelt der Zukunft aussehen?

    Welche Chancen liegen darin?

    Wird die Arbeitswelt für den Menschen weniger arbeitsZEITintensiv sein?

    Worauf müssen wir uns schon heute einstellen?

    Wird es noch Arbeit für alle geben?

    Es diskutieren:
    Holger Vogel - Veranstalter women&work
    Claudia Rasche - VDI
    Prof. Dr.-Ing. Anette Weisbecker - Fraunhofer IAO
    Dr. Isabelle Kürschner

    Moderation: 
    Helga König - INNOVATIONS-FORUM
    Dr. Lutz Schröter - INNOVATIONS-FORUM

    Im Rahmen der vom INNOVATIONS-FORUM ins Leben gerufene Initiative ‚Innovation made by women‘ möchten wir einen Blick auf die Arbeitswelt von morgen werfen.

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    Was ist wichtig für den Standort Deutschland?

    von Dr. Ellen Walther-Klaus

    Deutschland braucht die MINT-Frauen – vor allem wegen ihrer Kreativität

    Der Spitzenplatz Deutschlands in der Welt hängt von Innovationen, Firmengründungen und von einer gelungenen Symbiose aller MINT-Fachkräfte ab: Akademiker und MINT-Akademikerinnen genauso wie beruflich Qualifizierte: TechnikerInnen, MeisterInnen und FacharbeiterInnen. Und die „Innen“ fehlen uns, insbesondere in den Ingenieurberufen. ...

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    Wie KMUs von Cross-Industry Innovationen profitieren können

    von Prof. Dr. Ellen Enkel

    Die Innovationstätigkeit in den meisten Unternehmen wird stark durch die Leitplanken des eigenen Wirtschaftszweiges begrenzt. Eine Lösung scheint die Öffnung des Innovationsprozesses sowie die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials zu sein.

    Die Auswertung der Studie von Enkel und Salmann (2008) zur Untersuchung von Open Innovation Aktivitäten bei KMUs verdeutlicht, dass die Öffnung des Innovationsprozesses, trotz der großen Innovationspotentiale gerade für ressourcenschwache KMUs, noch wenig oder unsystematisch durchgeführt wird.

    Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Integration externen Kunden- oder Lieferantenwissens in wesentlich stärkerem Maße als die externe Kommerzialisierung oder Multiplikation eigener Ideen oder Innovationen von den befragten Unternehmen durchgeführt werden. Dabei korrelieren der Grad der Produktmodularität sowie die frühe Integration von Kunden signifikant mit Innovations- und Produkterfolg. Diese beiden Elemente scheinen Mittel der Wahl gerade bei kleinerer KMU (unter 50 Mitarbeitern) zu sein.

    Die Erkenntnis, dass Wissen, Fähigkeiten und Assets außerhalb des Unternehmens wichtige Innovationsimpulse geben können, steht dem Bedürfnis es aus „eigener Kraft zu schaffen“ oder selbst die größte Expertise zu besitzen entgegen. Das Wissen von außen keine Konkurrenz zum internen Wissen darstellt und Mitarbeiter dadurch obsolet werden, muss zunächst in der Unternehmenskultur gefestigt werden. Die wenigsten Mitarbeiter in den befragten KMUs verstehen sich heute schon als Wissens-Vermittler statt nur als Wissens-Entwickler. Hier sind größere Unternehmen den KMUs voraus. Ein Ansatz in dem jedoch die KMUs den Großunternehmen voraus sind, ist der Cross-Industry Ansatz, wie die Open Innovation Studie 2014 des Dr. Manfred Bischoff Institutes für Innovationsmanagement der Zeppelin Universität zeigt. ...

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    PsP - Die kleine Messe

    von Eberhard Kübel

    Produkte suchen Produzenten: eine klare Zielaussage prägt diese Veranstaltung. Ohne große Aufwendungen für das Umfeld will die Veranstaltungsreihe eine Plattform bieten für die Vermittlung von Kontakt zwischen Ideenträgern und Unternehmen mit freien Kapazitäten und dem Gespür für das, was am Markt ankommt oder zumindest (mit großer Wahrscheinlichkeit) ankommen kann.

    57 Aussteller mit 100 Ausstellungsobjekten zog es am 23. Januar 2015 zur PsP mit dem Schwerpunktthema Maschinenbau  nach Stuttgart. Die Industrie- und Handelskammer hatte ihr Foyer zur Verfügung gestellt und für die Eröffnungsrede kam Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmidt. Doch das Angebotsspektrum der Veranstaltungsreihe ist so breit und die Erfahrungen mit der Besucherresonanz sind so gut, dass sich Produkte suchen Produzenten inzwischen zu einer überregionalen Veranstaltung entwickelt hat. Auch von Ausstellern aus Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Bayern wird das Angebot inzwischen genutzt.

    Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, sich an den Ständen zu informieren über angebotene Technologien und Produkte zu informieren.

    Hochtechnische Lösungen wie „Umformen und Zerspanen auf einer Maschine", „Octopus-Gripper - Bionischer Greifer zur automatisierten Bulkhandhabung von Stückgut”, „Schwingungsreduzierte Walze - Neues Dämpfungssystem für Walzen und Wellen”, „Kabellose Signalübertragung für schwenkbar gelagerte Elemente”, „Ihre Haut ist sicher! – Sicherheitskomponente zum Schutz vor Maschinenkontakt” und „Variables (Mikro)-DOSIERSYSTEM für sensible Medien" wurden ebenso präsentiert wie einfache Produktlösungen „Blechschneidezange mit Wechselbacken" oder ein „Gegenhalter für Muttern"....

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    Gipfeltreffen Internationaler Erfindermessen

    von Henning Könicke

    Vertreter der fünf internationalen Erfindermessen (v.l.n.r.): Yuhanis Latif (Malaysia), Dato Vincent Lim (Malaysia), Anne Loertscher (Schweiz), Un-young Cho (Korea), Nicole M. Lininger (USA), Henning Könicke (Deutschland) - Foto: ©AFAG


    Seoul – Anlässlich der Erfindermesse SIIF haben sich vom 28.11. bis 01.12.2014 Vertreter von fünf internationalen Erfindermessen in Seoul getroffen. Dabei waren die Verantwortlichen der Messen aus Malaysia, USA, Schweiz, Gastgeber Korea und von der iENA Nürnberg.

    Es war weltweit das erste Treffen dieser Art, ausgetauscht wurden Kooperationsmöglichkeiten im internationalen Kontext und wichtige Qualitätsmerkmale für Veranstaltungen dieser Art.

    Des Weiteren stand der Erfahrungsaustausch der Kollegen im operativen Bereich im Vordergrund, hier wurde klar, dass es deutlich unterschiedliche und landesspezifische Arbeitsweisen gibt und demnach die Abwicklung andere Herausforderungen mit sich bringt.

    Das freundschaftliche Verhältnis der internationalen Erfinderfamilie stand dabei immer im Vordergrund und die positive Atmosphäre der Kollegen soll weiter gepflegt werden.

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    Großer Markt für Erfindungen

    von Eberhard Kübel

    Ein kleiner Zuwachs, hinter dem sich Großes verbirgt. So beschreibt Veranstalter PSI das Ergebnis der diesjährigen Veranstaltung.

    Zufrieden ist man nicht nur mit dem Plus von zwei Prozent bei der Zahl der Aussteller und einer stabilen Besucherzahl: Vor allem waren nahezu alle internationalen Top-Unternehmen wieder auf der PSI präsent. Sie prägten das Erscheinungsbild in den vier Messehallen. Für ebenso viel frischen Wind sorgten die PSI-Newcomer und die neuen Aktionsflächen wie etwa der CATWALK innerhalb der TEXTILE AREA. Hier wurden Werbeartikel modisch in Szene gesetzt.

    Besonders spannend sind in jedem Jahr die PSI Sonderflächen - sie finden sowohl bei den Besuchern als auch bei den Ausstellern viel Zustimmung. So wurde aufgrund der großen Nachfrage die Zahl der Aussteller auf der HALLE13-Area um 25 Plätze erweitert. Hier präsentieren sich Start-Up-Unternehmen und Erfinder mit ihren Produkten. ...

    Poky - der kleinste Quadrocopter der Welt - Foto: ©innofoek2015

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    Wirkungsvoller Schutz trotz Kostendruck

    von Eberhard Kübel

    Zur 17. Patente-Tagung von Management-Circle am 3. und 4. März 2015 trafen sich in München ca. 120 Fachleute des Patentwesens unter Leitung von Dr. Thomas Hocker von der Vaillant GmbH. Über 30 Referenten waren daran beteiligt, ihren Kollegen Erfahrungen und Hinweise zu vermitteln, wie das Leitthema der Veranstaltung in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden kann.

    Zwei Themenkomplexe tauchten in mehreren Beiträgen auf:
    - die Frage der regionalen Abdeckung der erworbenen Schutzrechte und Dauer ihrer Aufrechterhaltung
    - die Überwachung der Veröffentlichung von Fremdschutzrechten und die Erzielung gebührender Aufmerksamkeit in den betroffenen Bereichen der Unternehmen.

    Zum Thema Patentüberwachung/-monitoring stellte Christian Grünberger von der MTU Aero Engines AG, München fest, dass diese angepasst werden muss an die Tendenz bei vielen Patentanmeldern, den Hauptanspruch einer Anmeldung bewusst so zu formulieren, dass er (als Beschreibung vorbekannten Standes der Technik) nicht erteilbar ist. Als Extremposition berichtete er von einem Gespräch in einem Mobilfunkunternehmen, die dazu erklärten „Patentmonitoring - wir machen es gar nicht!” Zur Auswertung des Patentmonitorings im Unternehmen warnte er: „Man muss davon ausgehen, dass Entwicklungsabteilungen als Treiber für das Aufdecken von Verletzungen fremder Schutzrechte durch die eigenen Entwicklungen weniger geeignet sind.” Zur Beurteilung der Ergebnisse der Monitorings haben sich in seinem Unternehmen Treffen der wichtigen Gesprächspartner im Zwei-Wochen-Turnus bewährt, um zu viele E-Mail-Beurteilung von Fremdschutzrechten zu verhindern. Denn solche schriftlichen Einschätzungen sollten vermieden werden, um nicht Material zu liefern, das für US-Discovery-Verfahren schädlich sein könnte. ...

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    ... natürliches Nylon

    (Fortsetzung aus Heft 4-2014)

    von Eberhard Kübel

    Wei-Hung Chen vom Textile Industry Research Institute durfte bei der Taipei International Invention Show & Technomart 2014 für die Entwicklung Nylon Composite Fiber and Fabric einen Platin-Award aus der Hand von DG Wang entgegen nehmen. Foto: ©Innofoek2014


    Gespräch mit der Präsidentin des Taiwan-Patentamtes:

    Director General Mei-Hua Wang

    Informationen zum Patentsystem von Taiwan sind im Heft 2-2013, Seite 24 des INNOVATIONS-FORUMs vorgestellt worden. Anlässlich der INST 2014 bestand die Möglichkeit zum Gespräch mit der Präsidentin des Patentamtes (TIPO), Frau Mei-Hua Wang.

    INNOVATIONS-FORUM (IF): Frau Präsidentin, unser Magazin hat schon in einer früheren Ausgabe dargestellt, dass es viele Parallelen gibt zwischen den Patentsystemen auf Taiwan und in Deutschland. Ist die Einbindung des Patentamtes in das Verwaltungssystem auch vergleichbar?

    Director General Mei-Hua Wang (DGW): Das Patentamt von Taiwan ist Teil des staatlichen Systems. Es ist dem Wirtschaftsministerium zugeordnet. Überschüsse, die das Amt aus seiner Tätigkeit erzielt, bleiben nicht beim Amt, sondern müssen an die Regierung abgeführt werden. Auch darin ist die Situation vergleichbar mit Deutschland.

    IF: Welchen Grad haben von Ihrem Amt erteilte Patente? Werden sie nur registriert oder ist ein erteiltes Patent auch ein geprüftes Patent?

    DGW: Unser System des gewerblichen Rechtsschutzes kennt drei Arten von Schutzrechten. Dies sind als erstes Erfindungspatente. Die werden genauso wie in Deutschland geprüft. Ungefähr 55-60 Prozent der angemeldeten Patente werden auch erteilt. Für die Patente besteht anders als in Deutschland eine Neuheitsschonfrist. Zum zweiten haben wir die Gebrauchsmuster. Die werden, genauso wie in Deutschland, nicht geprüft, sondern nur registriert. Auch für Gebrauchsmuster gibt es eine Neuheitsschonfrist. Dann haben wir noch die Designpatente. Diese werden, anders als in Deutschland,  geprüft. Aber die Prüfung von Designpatenten ist eine sehr schwierige Sache.

    IF: Wie groß ist der Anteil ausländischer Patentanmelder? ...


    Ryo Nakauo, Japan Intellectual Propety Association, Publication Journal Commitee (l.), Mei-Hua Wang, Director General (m.), Eberhard Kübel, Chefredakteur INNOVATIONS-FORUM (re.) - Foto: ©Innofoek2014

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    ENERGIE³ - Neue Dimensionen für Angebot und Nutzung von Energie

    Essen konnte vom 10. - 12. Februar in einem funkelnden neuen Kleid in seiner altehrwürdigen Tradition glänzen: Für diese drei Tage waren die Messehallen für Deutschland und vielleicht sogar für Europa die zumindest intellektuelle Energie-Hauptstadt. Auf der Kongress-Messe „E-world energy & water“ - der nach eigenem Bekunden der Veranstalter führenden europäischen Leitmesse in diesem Bereich - trafen sich auf der Messe selbst 640 Aussteller und rund 24.000 Fachbesucher.

    Innovationskongress der Zeitschrift «Technology Review»

    Die Messe war umgeben von mehreren hochrangig besetzten Foren sowie dem diesjährigen Innovationskongress der Zeitschrift «Technology Review» unter dem Titel Intelligente Energie: neue Chancen, neue Märkte. Auf diesem Kongress behandelten die Vorträge und Diskussionen die Themen: Beschaffung, Erzeugung und Vermarktung von Energie sowie die damit verbundenen Dienstleistungen. ...

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    Online-Kurse für Studierende und Weiterbildungsinteressierte

    E-Learning

    von Prof. Dr. Karl-Werner Jäger/iii und Dipl.-Kult. Ingrid Martin/vhb

    Nachstehend wird aufgezeigt, wie Studierende und Weiterbildungsinteressierte mit den Angeboten der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) zeitlich und örtlich flexibler studieren können. 

    Kursteilnehmer - Quelle: vhb

    Profil der Virtuellen Hochschule Bayern

    Die Virtuelle Hochschule Bayern ist eine gemeinsame Einrichtung der bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sie sich als feste Größe in der bayerischen Hochschullandschaft etabliert. Sie bietet im kommenden Sommersemester 2015 fast 400 Online-Kurse an, 60 Kurse sind in Entwicklung. Die Hochschulen beantragen nach Bedarf, welcher Kurs über die vhb angeboten wird. Die Bilanz des Studienjahres 2013/2014 zeigt, dass über 46.000 Personen mehr als 127.000 Kursbelegungen vorgenommen hatten. Am Ende des Wintersemesters 2014/2015 wird die vhb rund 800.000 Kursbelegungen seit ihrem Bestehen erreicht haben.

    Die Online-Kurse der vhb werden von den bayerischen Hochschulen in ihren Studiengängen eingesetzt, können von den Studierenden aber auch zum zusätzlichen Wissenserwerb genutzt werden. Durch die Integration von betreuten E-Learning-Kursen wird das Studium örtlich und zeitlich flexibler. Diese Flexibilität ist für immer mehr Studierende wichtig – ganz besonders im berufsbegleitenden Studium und für Studierende, die Kinder oder andere Angehörige betreuen....

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    Bildquelle:450457_original_R_K_by_ Thorben Wengert_pixelio.de

    In der Hand der Ahnungslosen

    von Dr. Michael Gude und Nicola Wagner

    Richter am Bundespatentgericht verfügen nur über mangelndes fachspezifisches Wissen

     

    „Auf See und vor Gericht“ - so ein Sprichwort - „ist man in Gottes Hand.“ Ein Umstand, der für den Gläubigen im Vertrauen auf die Allmacht Gottes wohl kein Problem darstellen dürfte, ebenso wenig für den Seereisenden, der sich auf die Erfahrung und Fachkompetenz der Mannschaft verlassen kann. Schlecht bestellt jedoch ist der Erfinder, der von den Entscheidungen der beim Bundespatentgericht tätigen Richter abhängig ist.

    Von der Meteorologie bis zum Großlautsprecher

    Als Oberes Bundesgericht ist das Bundespatentgericht die Instanz, die darüber entscheidet, ob ein Schutzrecht gewährt, versagt oder wieder entzogen werden soll - im Klartext also - ob eine Erfindung, ganz gleich ob sie nun materieller oder ideeller Natur ist, Recht auf Patentschutz genießt oder nicht. Und es dürfte auch jedem Laien einleuchten, dass diese Entscheidung nur fundiert sein kann, verfügt man auf dem jeweiligen Fachgebiet über ausreichend Kenntnis und Erfahrung. Doch genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Zwar decken die Richter schon eines Senats eine nicht unerhebliche Bandbreite von der Meteorologie bis zum Großlautsprecher ab, inwieweit sie jedoch tatsächlich aufgrund ihrer technischen Ausbildung in der Lage sind, technische Neuerungen als solche zu erkennen, bleibt im Dunkeln, da es keine gesetzlich Verpflichtung zur Weiterbildung gibt.

    „Nur, wenn es sich aufdrängt …“

    Im konkreten vorliegenden Fall gingen die Richter davon aus, dass ein Kommunikationsrouter in der Regel mit einem Display ausgestattet sei, ungeachtet der Tatsache, die selbst den meisten Laien bekannt ist, dass dies wie im Falle einer marktüblichen Fritz!Box nicht unbedingt der Fall und erforderlich ist. Hingegen drängte sich dem Beschwerdeführer der Verdacht auf, dass sich dem Senat noch nicht einmal die grundsätzliche Funktionsweise eines Routers erschloss. Was jedoch jeder Laie im Zweifelsfalle tun würde, nämlich einen Fachmann zu Rate zu ziehen, taten eben diese Richter nicht und müssen sie auch nicht, wie ihnen der Bundesgerichtshof in seinem Leitsatz (X ZB 19/12) bescheinigte: „Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der technische Beschwerdesenat […] über die zur Beurteilung der jeweils entscheidungserheblichen Fragen erforderliche technische Sachkunde verfügt.“

    Der steinige Instanzenweg

    Dass es sich bei dem geschilderten Fall nicht um ein singuläres Vorkommen, sondern augenscheinlich um einen Dauerzustand handelt, belegen die Zahlen der Fälle, die nach dem ersten Urteil in die Berufung gingen. So wurden in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 50 Prozent der Urteile über Berufungsverfahren an die nächste Instanz verwiesen. Wobei sich hier die Frage stellt, wie hoch der Anteil der Berufungsklagen gewesen wäre, hätten alle Erfinder und ihre Erfindungen, über die die Richter des Patentgerichtes zu entscheiden haben, die nötigen finanziellen Reserven und das entsprechende Durchhaltevermögen gehabt, um zu ihrem Recht zu kommen. ...

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    Nachträgliche Geburtstagswünsche

    von Dipl.-Phys. Winfried Sturm

    Herzliche Gratulation für ein bewegtes und bewegendes Leben - geprägt von Schaffenskraft und Kreativität - Artur Fischer -mein großes Vorbild.

    Durch Erfindungen sein Glück zu machen, ist eine Nerven zehrende und schwere Arbeit, die Wenige zum Ziel führt - aber schon Viele zugrunde gerichtet hat. Für von der Tüftlerleidenschaft in Besitz genommene Enthusiasten ist allerdings in der Welt nichts unmöglich. Dabei angetrieben vom ehernen Grundsatz, dass man nur die Mittel entdecken muss, mit denen sich die visionären Ideen realisieren lassen.

    Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen, nur das Herz kann uns zu verstehen geben, was wir tun müssen. Nur wenn die Gedanken groß sind, können die Schritte ruhig klein sein. Denn es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als über große Dummheit zu klagen. Entdecken heißt sehen, was jeder gesehen hat, und dabei denken, was niemand gedacht hat. [...]

    Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise;
    und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise!

    Chinesisches Sprichwort

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